Google Ads Begriffe einfach erklärt – von CPC über Ad Rank bis ROAS
Google Ads kann auf den ersten Blick kompliziert wirken. CPC, CTR, Conversion Rate, Qualitätsfaktor, Ad Rank, ROAS, CPA und Gebotsstrategie sind nur einige der Begriffe, mit denen Du Dich bei Google Ads früher oder später beschäftigen wirst.
Wer seine Google-Ads-Kampagnen selbst verwalten oder die Leistung einer Agentur nachvollziehen möchte, sollte deshalb die wichtigsten Begriffe kennen.
In diesem Artikel erklären wir Dir die wichtigsten Google Ads Begriffe einfach und verständlich – ohne unnötiges Fachchinesisch.
Dabei geht es unter anderem um Google Ads Kosten, Klickpreise, Anzeigen, Keywords, Conversion-Tracking, Gebotsstrategien und die wichtigsten Kennzahlen zur Erfolgsmessung.
Kurz erklärt
Google Ads bezeichnet das Werbesystem von Google. Unternehmen können damit Anzeigen beispielsweise in der Google-Suche schalten.
Wichtige Google-Ads-Begriffe sind unter anderem:
- CPC (Cost-per-Click): Kosten pro Klick
- CTR (Click-Through-Rate): Verhältnis von Klicks zu Impressionen
- Conversion: gewünschte Handlung eines Nutzers
- Conversion-Rate: Anteil der Besucher, die konvertieren
- CPA (Cost-per-Acquisition): Kosten pro Conversion beziehungsweise Akquisition
- ROAS (Return on Advertising Spend): Umsatz im Verhältnis zu Werbeausgaben
- Qualitätsfaktor: Bewertung der Qualität und Relevanz von Keywords und Anzeigen
- Ad Rank: Wert, der maßgeblich bestimmt, ob und an welcher Position eine Anzeige erscheint
- Gebotsstrategie: Regel, nach der Google Gebote für Anzeigenauktionen optimiert
Inhaltsverzeichnis
- Google Ads Grundlagen
- Kampagnen und Anzeigengruppen
- Keywords und Suchbegriffe
- Google Ads Auktion und Anzeigenposition
- Kosten und Gebote
- Anzeigen und Anzeigentexte
- Conversions und Tracking
- Die wichtigsten Google Ads Kennzahlen
- Google Ads Kampagnentypen
- Weitere wichtige Google Ads Begriffe
- Unsere Erfahrung aus der Praxis
- Fazit
- FAQ
Google Ads Grundlagen
Google Ads
Google Ads ist die Online-Werbeplattform von Google.
Unternehmen können damit Werbung beispielsweise in der Google-Suche, auf Partnerseiten, in Google Shopping, auf YouTube und in weiteren Google-Werbeumgebungen schalten.
Welche Werbemöglichkeiten zur Verfügung stehen, hängt unter anderem vom Kampagnentyp ab.
Google Ads war früher unter dem Namen Google AdWords bekannt.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „Was ist Google Ads und wie funktioniert Google Ads?“
Google AdWords
Google AdWords ist die frühere Bezeichnung für Google Ads.
Google änderte den Namen 2018 in Google Ads.
Der Begriff AdWords wird trotzdem noch häufig verwendet und gesucht.
Wenn jemand beispielsweise nach „AdWords Agentur“, „AdWords Kosten“ oder „AdWords Werbung“ sucht, ist damit heute in der Regel Google Ads gemeint.
Google Werbung
Google Werbung ist ein allgemeiner Begriff für Werbung innerhalb des Google-Ökosystems.
Dazu gehören beispielsweise:
- Suchanzeigen
- Shopping-Anzeigen
- Display-Werbung
- YouTube-Werbung
- und weitere Anzeigenformate
Google Ads ist dabei die zentrale Werbeplattform für viele dieser Werbeformen.
Kampagnen und Anzeigengruppen
Google Ads Kampagne
Eine Kampagne ist eine übergeordnete Struktur innerhalb eines Google-Ads-Kontos.
In einer Kampagne werden unter anderem Einstellungen wie Budget, Standort, Sprache und Kampagnentyp festgelegt.
Beispielsweise könnte ein Unternehmen separate Kampagnen für unterschiedliche Produktgruppen oder Dienstleistungen erstellen.
Anzeigengruppe
Eine Anzeigengruppe befindet sich innerhalb einer Kampagne.
Sie enthält thematisch zusammengehörige Keywords beziehungsweise Suchintentionen und passende Anzeigen.
Eine gute Struktur sorgt dafür, dass Suchanfrage, Keyword, Anzeige und Landingpage möglichst eng zusammenpassen.
Google Ads Konto
Das Google Ads Konto ist die zentrale Verwaltungsebene für Deine Google-Ads-Werbung.
Darin befinden sich unter anderem:
- Kampagnen
- Anzeigengruppen
- Keywords
- Anzeigen
- Conversion-Daten
- Budgets
- Gebotsstrategien
- Zielgruppen
Keywords und Suchbegriffe
Keyword
Ein Keyword ist ein Begriff beziehungsweise eine Suchphrase, über die Deine Anzeigen ausgelöst werden können.
Beispiel:
Ein Unternehmen bietet Google-Ads-Betreuung an.
Mögliche Keywords könnten sein:
- google ads agentur
- google ads betreuung
- google ads agentur kosten
Keywords helfen Google dabei, die Suchanfragen der Nutzer mit passenden Anzeigen zu verbinden.
Suchbegriff
Der Suchbegriff ist das, was ein Nutzer tatsächlich in Google eingibt.
Das ist nicht zwingend identisch mit dem hinterlegten Keyword.
Beispielsweise kann ein Keyword unterschiedliche tatsächliche Suchanfragen auslösen.
Die Auswertung der Suchbegriffe ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Google-Ads-Optimierung.
Keyword-Optionen
Google Ads bietet verschiedene Möglichkeiten, festzulegen, wie eng ein Keyword mit einer Suchanfrage übereinstimmen soll.
Dazu gehören unter anderem:
- weitgehend passende Keywords
- passende Wortgruppen
- genau passende Keywords
Die richtige Verwendung dieser Optionen kann entscheidend dafür sein, welche Suchanfragen Deine Anzeigen auslösen.
Negative Keywords
Negative Keywords sind Suchbegriffe, bei denen Deine Anzeige nicht erscheinen soll.
Beispiel:
Du verkaufst hochwertige Büromöbel, möchtest aber nicht bei Suchanfragen nach kostenlosen Möbeln erscheinen.
Dann kann „kostenlos“ als negatives Keyword hinterlegt werden.
Negative Keywords helfen dabei, unnötige Klicks und damit unnötige Google Ads Kosten zu vermeiden.
Google Ads Auktion und Anzeigenposition
Google Ads Auktion
Wenn mehrere Unternehmen für eine Suchanfrage infrage kommen, entscheidet Google über eine Anzeigenauktion, welche Anzeigen ausgespielt werden und in welcher Reihenfolge.
Dabei wird nicht einfach das höchste Gebot berücksichtigt.
Auch Faktoren wie die Qualität und Relevanz der Anzeige spielen eine Rolle.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „Wie funktioniert der Google Ads Auktionsprozess?“
Anzeigenauktion
Die Anzeigenauktion findet statt, wenn eine Suchanfrage eines Nutzers zu den Voraussetzungen einer Anzeige passt.
Google bewertet dabei unter anderem:
- Gebot
- Anzeigenqualität
- Relevanz
- erwartete Auswirkungen von Assets
- Kontext der Suchanfrage
Auf dieser Grundlage wird der Anzeigenrang (Ad Rank) bestimmt.
Ad Rank / Anzeigenrang
Der Ad Rank beziehungsweise Anzeigenrang beschreibt den Wert, der für die Position einer Anzeige in der Auktion entscheidend ist.
Vereinfacht gesagt spielen dabei unter anderem folgende Faktoren eine Rolle:
- Gebot
- Qualität der Anzeige
- Relevanz
- Landingpage
- Kontext der Suchanfrage
- erwartete Auswirkungen von Assets
Deshalb gewinnt nicht automatisch der Werbetreibende mit dem höchsten Gebot.
Anzeigenposition
Die Anzeigenposition beschreibt, an welcher Stelle eine Anzeige innerhalb der Suchergebnisse erscheint.
Eine höhere Anzeigenposition kann zwar mehr Sichtbarkeit ermöglichen, ist aber nicht automatisch das wirtschaftlich beste Ziel.
Entscheidend ist vielmehr, ob die Anzeige profitable Conversions generiert.
Qualitätsfaktor
Der Qualitätsfaktor ist eine Diagnosekennzahl auf Keyword-Ebene.
Er wird auf einer Skala von 1 bis 10 angegeben und basiert unter anderem auf:
- erwarteter Klickrate,
- Anzeigenrelevanz,
- Nutzererfahrung mit der Landingpage.
Ein höherer Qualitätsfaktor kann dazu beitragen, eine bessere Anzeigenposition beziehungsweise günstigere Bedingungen für die Ausspielung zu erreichen.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel „Wie funktioniert der Google Ads Auktionsprozess?“
Kosten und Gebote
CPC – Cost-per-Click
CPC (Cost-per-Click) bezeichnet die Kosten, die für einen Klick auf eine Anzeige entstehen.
Der tatsächliche CPC kann je nach Auktion unterschiedlich ausfallen.
Beispiel:
Eine Anzeige erhält 100 Klicks und verursacht insgesamt 250 € Kosten.
Der durchschnittliche CPC beträgt:
250 € ÷ 100 Klicks = 2,50 €
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: „Was kostet ein Klick bei Google Ads?“
Klickpreis
Der Klickpreis ist die umgangssprachliche Bezeichnung für den CPC.
Er gibt an, wie viel durchschnittlich für einen Klick auf eine Google-Anzeige bezahlt wird.
Der Klickpreis unterscheidet sich stark nach Branche, Suchbegriff und Wettbewerb.
Gebot
Ein Gebot legt vereinfacht fest, wie viel ein Werbetreibender bereit ist, für eine bestimmte Auktion beziehungsweise ein bestimmtes Ergebnis zu bieten.
Bei automatisierten Gebotsstrategien übernimmt Google einen großen Teil der Gebotssteuerung.
Gebotsstrategie
Die Google Ads Gebotsstrategie bestimmt, wie Google Gebote innerhalb einer Kampagne optimiert.
Je nach Ziel können beispielsweise Strategien für folgende Ziele eingesetzt werden:
- Klicks
- Conversions
- Conversion-Wert
- Umsatz
- Impressionen
- Ziel-CPA
- Ziel-ROAS
Welche Gebotsstrategie sinnvoll ist, hängt stark von Kampagnenziel, Datenbasis und Geschäftsmodell ab.
Tagesbudget
Das Tagesbudget legt fest, wie viel durchschnittlich pro Tag für eine Kampagne ausgegeben werden soll.
Das Tagesbudget ist nicht mit einem garantiert exakt gleichen täglichen Ausgabenbetrag gleichzusetzen. Google kann die Ausgaben je nach erwarteter Leistung über einzelne Tage hinweg variieren.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: „Wie hoch sollte mein Google Ads Budget sein?“
Anzeigen und Anzeigentexte
Suchanzeige
Eine Suchanzeige ist eine Anzeige, die innerhalb der Google-Suchergebnisse ausgespielt werden kann.
Sie besteht unter anderem aus:
- Überschriften
- Beschreibungen
- URL
- verschiedenen Assets
Die Inhalte sollten möglichst genau zur Suchintention des Nutzers passen.
Responsive Search Ad
Eine Responsive Search Ad (RSA) ist ein Anzeigenformat für Suchkampagnen.
Dabei können mehrere Überschriften und Beschreibungen hinterlegt werden.
Google kombiniert diese Bestandteile automatisch und testet unterschiedliche Kombinationen.
Anzeigen-Assets
Anzeigen-Assets erweitern eine Anzeige um zusätzliche Informationen.
Dazu können beispielsweise gehören:
- Sitelinks
- Zusatzinformationen
- Snippets
- Bilder
- Anruf-Assets
Sie können zusätzliche Informationen bereitstellen und die Sichtbarkeit der Anzeige verbessern.
Conversions und Tracking
Conversion
Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung eines Nutzers.
Was als Conversion zählt, hängt vom Unternehmen ab.
Beispiele:
- Kauf
- Kontaktformular
- Telefonanruf
- Terminbuchung
- Newsletter-Anmeldung
- Angebotsanfrage
Conversion-Tracking
Conversion-Tracking misst, welche gewünschten Aktionen nach einem Klick auf eine Anzeige stattfinden.
Ohne korrektes Conversion-Tracking lässt sich nur schwer beurteilen, ob Google Ads tatsächlich neue Kunden oder Umsatz generieren.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: „Was bringen Google Ads?“
Conversion-Rate
Die Conversion-Rate beschreibt den Anteil der Nutzer, die eine gewünschte Aktion durchführen.
Beispiel:
100 Nutzer besuchen eine Landingpage.
5 davon stellen eine Anfrage.
Die Conversion-Rate beträgt:
5 %
Eine höhere Conversion-Rate kann dazu führen, dass aus demselben Werbebudget mehr Conversions entstehen.
Cost-per-Conversion
Der Cost-per-Conversion gibt an, wie viel durchschnittlich für eine Conversion bezahlt wurde.
Beispiel:
1.000 € Werbekosten
20 Conversions
→ Cost-per-Conversion = 50 €
Cost-per-Lead (CPL)
CPL (Cost-per-Lead) bezeichnet die Kosten pro generiertem Lead.
Beispiel:
2.000 € Werbebudget
40 Leads
→ CPL = 50 €
Besonders für Dienstleistungs- und B2B-Unternehmen ist diese Kennzahl wichtig.
Cost-per-Acquisition (CPA)
CPA (Cost-per-Acquisition) beschreibt die Kosten, die durchschnittlich für eine Akquisition beziehungsweise einen Kunden anfallen.
Der CPA ist deshalb besonders interessant, wenn nicht nur Leads, sondern tatsächlich gewonnene Kunden betrachtet werden.
Die wichtigsten Google Ads Kennzahlen
Impression
Eine Impression entsteht, wenn eine Anzeige einem Nutzer angezeigt wird.
100 Impressionen bedeuten also, dass Deine Anzeige 100-mal ausgespielt wurde.
Klick
Ein Klick entsteht, wenn ein Nutzer auf Deine Anzeige beziehungsweise einen entsprechenden anklickbaren Bereich klickt.
Klicks sind wichtig, aber allein noch kein Erfolgsindikator.
CTR – Click-Through-Rate
Die CTR (Click-Through-Rate) beschreibt das Verhältnis zwischen Klicks und Impressionen.
Beispiel:
1.000 Impressionen
50 Klicks
→ CTR = 5 %
Eine hohe CTR kann ein Hinweis darauf sein, dass Anzeige und Suchanfrage gut zusammenpassen.
Sie garantiert allerdings noch keine Conversions oder Profitabilität.
ROAS – Return on Advertising Spend
Der ROAS (Return on Advertising Spend) setzt den erzielten Umsatz ins Verhältnis zu den Werbeausgaben.
Beispiel:
5.000 € Umsatz
1.000 € Werbekosten
→ ROAS = 5
Das bedeutet:
Für jeden eingesetzten Euro Werbebudget wurden 5 € Umsatz erzielt.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: „Was bringen Google Ads?“
ROI – Return on Investment
Der ROI (Return on Investment) betrachtet die Rentabilität einer Investition.
Im Gegensatz zum ROAS können dabei weitere Kosten berücksichtigt werden.
Das macht den ROI für die Beurteilung der tatsächlichen Wirtschaftlichkeit besonders interessant.
Impression Share
Der Impression Share beschreibt, wie hoch der Anteil der tatsächlich erhaltenen Impressionen im Verhältnis zu den möglichen Impressionen ist.
Vereinfacht:
Wenn Deine Anzeige für 1.000 mögliche Impressionen hätte erscheinen können, aber nur 700-mal ausgespielt wurde, beträgt der Impression Share 70 %.
Ein niedriger Impression Share kann verschiedene Ursachen haben, beispielsweise Budget- oder Anzeigenrangbeschränkungen.
Google Ads Kampagnentypen
Suchkampagne
Eine Suchkampagne ermöglicht Werbung in den Google-Suchergebnissen.
Sie eignet sich insbesondere für Suchanfragen mit konkreter Nachfrage.
Shopping-Kampagne
Google Shopping ermöglicht es Onlineshops, Produkte direkt in entsprechenden Google-Werbeflächen zu präsentieren.
Dabei können unter anderem Produktbild, Preis und Händler angezeigt werden.
Performance Max
Performance Max ist ein Google-Ads-Kampagnentyp, mit dem Anzeigen über verschiedene Google-Kanäle ausgespielt werden können.
Dabei nutzt Google Automatisierung und maschinelles Lernen, um Kampagnen auf definierte Ziele zu optimieren.
Display-Kampagne
Bei Display-Werbung werden Anzeigen beispielsweise auf Websites und in Apps innerhalb des Google Display-Netzwerks ausgespielt.
Im Gegensatz zu Suchanzeigen erreichen Display-Kampagnen Nutzer häufig auch dann, wenn diese nicht gerade aktiv nach einem bestimmten Produkt suchen.
YouTube Ads
Mit YouTube Ads können Unternehmen Werbung auf YouTube schalten.
YouTube-Werbung eignet sich insbesondere für visuelle und videobasierte Kommunikation.
Weitere wichtige Google Ads Begriffe
Landingpage
Eine Landingpage ist eine speziell für eine bestimmte Marketingmaßnahme beziehungsweise Suchintention optimierte Zielseite.
Sie sollte möglichst genau zu Anzeige und Suchanfrage passen.
Eine gute Landingpage kann einen erheblichen Einfluss auf die Conversion-Rate haben.
Suchnetzwerk
Das Google Suchnetzwerk umfasst Google-Suchergebnisse und je nach Einstellungen weitere Suchpartner.
Suchkampagnen können dadurch nicht ausschließlich auf der klassischen Google-Suchergebnisseite ausgespielt werden.
Zielgruppe
Eine Zielgruppe beschreibt die Nutzer, die mit Deinen Anzeigen erreicht werden sollen.
Je nach Kampagnentyp können unterschiedliche Zielgruppen- und Audiencesignale verwendet werden.
Remarketing / Retargeting
Remarketing beziehungsweise Retargeting bezeichnet die erneute Ansprache von Personen, die bereits mit Deinem Unternehmen interagiert haben.
Beispielsweise kann ein Nutzer, der einen Onlineshop besucht, später erneut Werbung für das Unternehmen sehen.
Lernphase
Die Lernphase bezeichnet eine Phase, in der automatisierte Google-Ads-Systeme Daten sammeln und ihre Gebotsoptimierung anpassen.
Wie lange diese Phase dauert und wie stark sie sich auswirkt, hängt unter anderem von Kampagne, Gebotsstrategie und vorhandener Datenmenge ab.
Suchbegriffe
Die Suchbegriffe zeigen, welche tatsächlichen Suchanfragen Nutzer eingegeben haben, bevor eine Anzeige ausgelöst wurde.
Die Analyse dieser Suchbegriffe ist wichtig, um:
- profitable Suchanfragen zu identifizieren,
- neue Keywords zu entdecken,
- irrelevante Suchanfragen auszuschließen,
- und Negative Keywords hinzuzufügen.
Unsere Erfahrung aus der Praxis 💡
Google Ads wirkt häufig komplizierter, als es tatsächlich sein muss.
In unserer täglichen Arbeit merken wir immer wieder, dass Unternehmen zwar einzelne Begriffe wie CPC, CTR oder ROAS kennen, aber die Zusammenhänge nicht vollständig verstehen.
Dabei ist genau das entscheidend.
Ein günstiger CPC ist beispielsweise nicht automatisch gut.
Wenn Du für 1 € 100 Klicks bekommst, aber keinen einzigen Kunden gewinnst, hast Du 100 € ausgegeben und keinen Umsatz generiert.
Ein CPC von 5 € kann dagegen sehr interessant sein, wenn daraus regelmäßig Kunden mit hohem Auftragswert entstehen.
Deshalb betrachten wir Google Ads nie anhand einer einzigen Kennzahl.
Wir schauen uns das gesamte System an:
Impression → Klick → Landingpage → Conversion → Lead/Kauf → Kunde → Umsatz → Gewinn
Genau diese Betrachtungsweise ist aus unserer Sicht entscheidend für erfolgreiches Google-Ads-Management.
👉 Mehr dazu erfährst du in unserem Artikel: „Warum sind Google Ads so teuer?“
Die wichtigsten Google Ads Begriffe auf einen Blick
- Google Ads: Werbeplattform von Google
- AdWords: Früherer Name von Google Ads
- Keyword: Suchbegriff, der eine Anzeige auslösen kann
- Suchbegriff: Tatsächlich eingegebene Suchanfrage
- CPC: Kosten pro Klick
- CTR: Verhältnis von Klicks zu Impressionen
- Conversion: Gewünschte Nutzeraktion
- Conversion-Rate: Anteil der Nutzer, die konvertieren
- CPL: Kosten pro Lead
- CPA: Kosten pro Akquisition/Conversion
- ROAS: Umsatz im Verhältnis zu Werbeausgaben
- ROI: Rentabilität einer Investition
- Ad Rank: Anzeigenrang in der Auktion
- Qualitätsfaktor: Diagnosewert für Keyword- und Anzeigenqualität
- Gebotsstrategie: Methode zur automatisierten oder manuellen Gebotssteuerung
- Negative Keywords: Suchbegriffe, bei denen Anzeigen nicht erscheinen sollen
- Landingpage: Zielseite einer Anzeige
- Impression: Anzeige einer Werbeanzeige
- Impression Share: Anteil der möglichen Impressionen, die tatsächlich erzielt wurden
- Suchnetzwerk: Netzwerk für Suchanzeigen
- Performance Max: Kampagnentyp über mehrere Google-Kanäle
- Remarketing: Erneute Ansprache bestehender Websitebesucher
Fazit: Die wichtigsten Google Ads Begriffe verstehen
Google Ads besteht aus zahlreichen Fachbegriffen und Kennzahlen. Wer die wichtigsten davon versteht, kann Kampagnen deutlich besser beurteilen und fundiertere Entscheidungen treffen.
Besonders wichtig sind dabei CPC, CTR, Conversion-Rate, CPA, CPL, ROAS, ROI, Qualitätsfaktor, Ad Rank und Gebotsstrategie.
Noch wichtiger ist allerdings, die Kennzahlen nicht isoliert zu betrachten.
Denn eine Google-Ads-Kampagne ist dann erfolgreich, wenn aus Werbebudget wirtschaftlich sinnvolle Conversions und Kunden entstehen.
Oder vereinfacht:
Nicht möglichst viele Klicks sind das Ziel – sondern möglichst viele profitable Kunden.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Was ist Google Ads einfach erklärt?
Google Ads ist das Werbesystem von Google. Unternehmen können damit Anzeigen beispielsweise in den Google-Suchergebnissen schalten und potenzielle Kunden gezielt erreichen.
Was ist Google AdWords?
Google AdWords ist der frühere Name von Google Ads. Google hat die Plattform 2018 in Google Ads umbenannt.
Was bedeutet CPC bei Google Ads?
CPC steht für Cost-per-Click und bezeichnet die Kosten, die für einen Klick auf eine Anzeige entstehen.
Was bedeutet CTR bei Google Ads?
CTR steht für Click-Through-Rate. Die Kennzahl zeigt, wie viele Nutzer im Verhältnis zu den Impressionen auf eine Anzeige geklickt haben.
Was ist ein Qualitätsfaktor bei Google Ads?
Der Qualitätsfaktor ist eine Diagnosekennzahl auf Keyword-Ebene und wird auf einer Skala von 1 bis 10 angegeben. Er berücksichtigt unter anderem erwartete Klickrate, Anzeigenrelevanz und Nutzererfahrung mit der Landingpage.
Was ist der Ad Rank bei Google Ads?
Der Ad Rank ist ein Wert, der maßgeblich dafür ist, ob eine Anzeige ausgespielt wird und an welcher Position sie erscheinen kann. Neben dem Gebot spielen dabei unter anderem Anzeigenqualität und Kontext eine Rolle.
Was ist eine Conversion bei Google Ads?
Eine Conversion ist eine gewünschte Handlung eines Nutzers, beispielsweise ein Kauf, eine Anfrage, ein Anruf oder eine Terminbuchung.
Was ist eine gute Conversion-Rate bei Google Ads?
Eine allgemein gültige gute Conversion-Rate gibt es nicht. Sie hängt unter anderem von Branche, Angebot, Suchintention, Landingpage und Conversion-Ziel ab.
Was bedeutet ROAS bei Google Ads?
ROAS steht für Return on Advertising Spend. Er beschreibt das Verhältnis zwischen dem erzielten Umsatz und den eingesetzten Werbeausgaben.
Was bedeutet CPA bei Google Ads?
CPA steht für Cost-per-Acquisition und beschreibt die durchschnittlichen Kosten, die für eine Akquisition beziehungsweise Conversion entstehen.
Was sind Negative Keywords?
Negative Keywords verhindern, dass Deine Anzeigen bei bestimmten unerwünschten Suchanfragen ausgespielt werden.
Was ist eine Google Ads Gebotsstrategie?
Eine Gebotsstrategie bestimmt, wie Google die Gebote innerhalb einer Kampagne steuert. Je nach Strategie kann beispielsweise auf Klicks, Conversions oder Conversion-Wert optimiert werden.





